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Themen unserer Arbeit

Was ist Mobbing?

Wenn ein einzelner Junge oder ein einzelnes Mädchen regelmäßig über einen längeren Zeitraum ausgegrenzt, gedemütigt, ausgelacht, schlecht gemacht, geschubst oder auch gehauen wird, dann spricht man von Mobbing. Am häufigsten erleben Mädchen und Jungen Mobbing in der Schule, denn da können sie sich der Situation nicht entziehen, weil sie hingehen müssen. Manchmal sind es ein paar Mitschüler und oder Mitschülerinnen, manchmal ist es die halbe oder sogar die ganze Klasse, die für diese Gemeinheiten verantwortlich sind. Es gibt auch Mobbing im Internet oder mit dem Handy. Wenn man auf diese Art geärgert oder gequält wird, nennt man das Cyber-Mobbing. Mobbing, egal in welcher Form, ist Gewalt und sollte nicht verharmlost werden.

Was ist sexueller Missbrauch an Jungen?

Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen ist jede sexuelle Handlung, die durch einen Mann, eine Frau oder eine(n) ältere(n) Jugendliche(n) an oder vor einem Kind vorgenommen wird bzw. die das Mädchen oder der Junge an oder vor einem Täter/einer Täterin gegen seinen/ihren Willen vornehmen soll. Dabei besteht ein Machtgefälle zwischen den jugendlichen oder erwachsenen Tätern/Täterinnen und den Betroffenen, z.B. aufgrund von Abhängigkeit, Altersunterschied oder Unterlegenheit.
Wir sprechen lieber von sexualisierter Gewalt und nicht von sexuellem Missbrauch, um ganz deutlich zu machen, dass es sich bei diesen Handlungen um Gewalt handelt, die mit dem Mittel der Sexualität verübt wird.

Was ist häusliche oder innerfamiliäre Gewalt?

Das ist Gewalt zwischen Menschen, die in einer Partnerschaft oder Familie zusammen leben. Zum Beispiel, wenn ein Mann seine Frau schlägt, oder Vater oder Mutter ihr Kind schlagen, ihm Schläge androhen oder seelische Gewalt ausüben. In Deutschland ist es gesetzlich verboten, Kinder zu schlagen. Für Kinder ist es sehr belastend, wenn sie selbst Gewalt durch Angehörige erleben, aber auch wenn sie Gewalt gegen andere Familienmitglieder miterleben müssen.

Unser Verständnis von Jungenarbeit

Pädagogik sollte die geschlechtsspezifischen Bedingungen reflektieren, unter denen Mädchen und Jungen in unserer Gesellschaft aufwachsen. Während es inzwischen vielerorts spezielle Angebot für Mädchen gibt, führt eine geschlechtsreflektierende Jungenarbeit weiterhin ein Schattendasein.
Im Zentrum unserer pädagogischen Zielsetzung steht die Förderung der sozialen Kompetenzen von Jungen und jungen Männern. In Ergänzung zur bestehenden Mädchenarbeit geht es uns um eine solidarisch-kritische Haltung zu den Jungen. Dies bedeutet zum einen, die Jungen mit ihren Problemen ernst zu nehmen und sie zu unterstützen, zum anderen aber auch, Gewalt gegen Mädchen und andere Jungen entgegenzuwirken.
Wir wollen in der Arbeit mit Jungen nicht deren Defizite betonen, sondern an Ressourcen ansetzen, die jeder Junge mitbringt.
Vor diesem Hintergrund verstehen wir unsere Arbeit als:

» Förderung der Jungen, eigene Stärken und Fähigkeiten wahrzunehmen und diese umsichtig einzusetzen.
» Begleitung bei der Mannwerdung und Hilfe, den Druck rigider männlicher Idealbilder abzubauen.
» Unterstützung der Jungen, die eigenen Grenzen und die anderer wahrzunehmen und zu achten und so Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.
» Ermunterung, einen liebevolleren Umgang mit sich selbst und einander auszuprobieren.

 

Das ist nur der Anfang. Diesen Teil der Webseite werden wir in den nächsten Monaten weiter ausbauen. Wir freuen uns, wenn Sie uns wieder besuchen.

 
 
 

 

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