Jungenarbeit / geschlechtsreflexive Arbeit mit Jungen*

Die Förderung und Weiterentwicklung von qualifizierter Jungenarbeit in Bremen ist dem Bremer JungenBüro seit seiner Gründung ein wichtiges Anliegen.

In diesem Sinne waren wir an der Erstellung der Handreichung „Bremer Leitlinien Jungenarbeit“ beteiligt, welche die Prinzipien, Ziele und fachlichen Standards von qualifizierter Jungenarbeit praxisnah beschreiben.

Vierteljährlich laden wir zu dem trägerübergreifenden Arbeitskreis Jungenarbeit ein, der dem fachlichen Austausch und der inhaltlichen Weiterentwicklung von Jungenarbeit dient.

Wir bieten Fortbildungen zu verschiedenen Themenbereichen der Jungenarbeit an, insbesondere die berufsbegleitende Weiterbildungsreihe „Was geht? Von den Grundlagen der Jungenarbeit zur Praxis“ für Fachkräfte aus sozialen und pädagogischen Tätigkeitsfeldern.

Darüberhinaus bieten wir Fachberatungen zu verschiedenen Fragen der Jungenarbeit an.

Wenn wir von Jungenarbeit sprechen, meinen wir die geschlechtsreflexive Arbeit mit Jungen*, die von qualifizierten Männern* in einem geschlechtshomogenen Setting geleistet wird. Eine Arbeit, welche die unterschiedlichen Lebenslagen von Jungen* in den Blick nimmt und die ihre Entwicklung entlang ihrer individuellen Interessen, Bedarfe, Fähigkeiten und Problemlagen fördert. Eine Jungenarbeit, die auf Selbstbestimmung, Wertschätzung und Anerkennung beruht und die Jungen* darin unterstützt, ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Ressourcen und Grenzen wahrzunehmen und damit ein Selbstbewusstsein stärkt, dass nicht auf Abgrenzung und Abwertung von anderen Menschen angewiesen ist.


Fortbildung „Was geht?! Von den Grundlagen der Jungenarbeit zur Praxis“

Bereits zweimal hat das Bremer JungenBüro in der Vergangenheit eine sechs Modulbausteine umfassende Jungenarbeitsfortbildung durchgeführt. Ein neuer Durchgang der Fortbildung ist in Planung, weitere Informationen kommen bald.


Bremer Leitlinien Jungenarbeit

Im Oktober 2008 hat sich eine trägerübergreifende Arbeitsgruppe von Fachkräften der Jungenarbeit zusammengefunden, mit dem Ziel einen fachlichen Standard für die Jungenarbeit zu entwickeln. Damit war der Grundstein gelegt für die im Mai 2012 veröffentlichte Handreichung „Bremer Leitlinien Jungenarbeit“.

In einem intensiven und für alle Beteiligten bereichernden Prozess wurden in regelmäßigen Treffen die Inhalte, Prinzipien und Ziele von Jungenarbeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen zusammengetragen, gemeinsam diskutiert und anschließend von einer Redaktionsgruppe verschriftlicht. In dieser haben zwei Mitarbeiter des JungenBüros mitgewirkt. Das Ergebnis ist eine ansprechende Handreichung, die praxisnahe Anregungen und Orientierung für all jene bietet, die Jungenarbeit mitgestalten, fördern und weiterentwickeln möchten. Unter Beachtung der unterschiedlichen Lebenslagen von Jungen* in Bremen soll so jeder Junge* in seiner Entwicklung möglichst gut unterstützt werden.

Die Bremer Leitlinien Jungenarbeit liegen in gedruckter Fassung vor und können per frankiertem Rückumschlag über das Bremer JungenBüro bezogen werden.

Zudem ist ein Download als PDF-Datei möglich:


Arbeitskreis Jungenarbeit

Der Arbeitskreis Jungenarbeit ist ein offener trägerübergreifender Arbeitskreis für Fachkräfte die Jungenarbeit in Bremen selbst gestalten oder an Jungenarbeit interessiert sind.

Ziel des Arbeitskreises ist es:

  • Interessierte zu ermutigen, sich auf dieses spannende Arbeitsfeld einzulassen,
  • Austausch von und mit erfahrenen Kolleg*innen anzuregen,
  • sich gegenseitig kollegial zu beraten,
  • neue Trends und Themen der Jungenarbeit anzustoßen oder zu rezipieren
  • die Jungenarbeit im Sinne der Bremer Leitlinien Jungenarbeit zu befördern.

Die Treffen finden wechselweise bei den Trägern statt, die Jungenarbeit in Bremen anbieten. Für viele eine willkommene und gern genutzte Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen.

Das JungenBüro hat für den Arbeitskreis die Koordination übernommen und lädt zu den etwa vierteljährlich stattfindenden Treffen ein. Die Anmeldung erfolgt per Mail.

Die nächsten Termine sind:

7. November 2015, 6. Februar 2017, 8. Mai 2017, 28. August 2017

jeweils Montags von 9 bis 12.30 Uhr.